Eine motivierte Quereinsteigerin betreut Kinder in einer Kita in Nürnberg.

Quereinstieg als Erzieher/in in Nürnberg: Alles zu Umschulung & Gehalt

May 14, 202610 min read

Quereinstieg als Erzieher/in: Ablauf, Gehalt und warum Sie jetzt gebraucht werden

Der Quereinstieg als Erzieher/in ist längst kein Nischenweg mehr, sondern eine der wichtigsten Antworten auf den dramatischen Fachkräftemangel in deutschen Kitas – insbesondere in Bayern und im Raum Nürnberg. Für viele Erwachsene ab 30 oder 40 Jahren verbindet er drei zentrale Wünsche: einen sinnstiftenden Beruf, verlässliche finanzielle Perspektiven und eine realistische, geförderte Qualifizierung neben Beruf und Familie. Eine Umschulung zum/zur Erzieher/in ist damit weit mehr als eine weitere Erzieher Ausbildung – sie ist Ihr strategischer Neustart.

Der Karriereknoten Nürnberg begleitet Sie dabei als spezialisierter Bildungspartner: mit der Vorbereitung auf die staatlich anerkannte Umschulung, individueller Betreuung, enger Verzahnung mit Nürnberger Kitas und umfassender Förderberatung (Bildungsgutschein, Aufstiegs-BAföG u.a.).

Warum sind Erzieher/innen aktuell so gefragt?

Der Arbeitsmarkt für Erzieher/innen ist in Bewegung wie nie zuvor. Während viele Branchen konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt sind, wächst die Nachfrage nach pädagogischen Fachkräften kontinuierlich. Wer heute in eine Umschulung zur/zum Erzieher/in investiert, entscheidet sich für einen Beruf mit hoher gesellschaftlicher Relevanz und langfristiger Beschäftigungssicherheit – gerade in Ballungsräumen wie Nürnberg und der Metropolregion Mittelfranken.

Fachkräftemangel im Überblick: Zahlen & Prognosen bis 2026

Die Dimension des Fachkräftemangels ist klar belegt:

  • Bis 2025 fehlen bundesweit rund 130.000 Erzieher/innen (Bedarfsprognosen der Bundesagentur für Arbeit).

  • In Bayern liegen die offenen Stellen im Erziehungsbereich rund 18 % über dem Bundesdurchschnitt.

  • Für Mittelfranken und den Raum Nürnberg wird bis 2026 ein deutliches Stellenwachstum im Bereich der frühkindlichen Bildung prognostiziert.

Diese Zahlen sind keine abstrakten Statistiken, sondern spiegeln den Alltag in Nürnberger Kitas wider: Gruppen, die nur mit Notbesetzung laufen, Träger, die monatelang nach Fachkräften suchen, und Kommunen, die ihre Ausbauziele nur mit massiver Rekrutierung von Quereinsteiger/innen erreichen können.

Kita-Expansion & Arbeitsmarktsicherheit

Die hohe Nachfrage hat zwei zentrale Ursachen:

  • Kita-Erweiterungsgesetz und Ausbauoffensiven in Bayern sorgen für zehntausende neue Plätze. Laut regionalen Prognosen entstehen bundesweit bis zu 200.000 zusätzliche Kitaplätze, ein Großteil davon in wachsenden Regionen wie Mittelfranken.

  • Rentenbedingte Abgänge und Teilzeitwünsche in bestehenden Teams verschärfen den Bedarf zusätzlich.

Für Sie bedeutet das: Wer sich heute für eine Umschulung zum/zur Erzieher/in in Nürnberg entscheidet, steigt in einen Markt ein, in dem Fachkräfte nicht gesucht, sondern umworben werden. Unbefristete Verträge, tarifliche Bezahlung (TVöD SuE) und gute Entwicklungschancen sind die Regel, nicht die Ausnahme.

Rechtlich gestützt wird der Quereinstieg durch die Möglichkeit, sich über die sogenannte Externenprüfung (Schulfremdenprüfung) an staatlichen oder staatlich anerkannten Fachakademien für Sozialpädagogik in Bayern prüfen zu lassen. Dies ist ein zentraler Hebel, um den Fachkräftebedarf zu decken.

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Erzieher Ausbildung vs. Umschulung: Was ist der Unterschied?

Wer Erzieher/in werden möchte, steht grundsätzlich vor zwei Wegen: der klassischen Erzieher Ausbildung (meist schulisch-dual) und der Umschulung, die speziell auf Erwachsene mit Berufserfahrung zugeschnitten ist. Beide Wege führen zum staatlich anerkannten Abschluss – aber sie unterscheiden sich deutlich in Dauer, Struktur, Zielgruppe und Finanzierung.

Direkte Ausbildung: Für wen ist sie geeignet?

Die klassische Ausbildung richtet sich primär an Schulabgänger/innen:

  • Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene (z.B. mit mittlerem Schulabschluss oder (Fach-)Abitur).

  • Dauer: In der Regel rund 3 Jahre (inkl. schulischer und praktischer Phasen, z.B. SEJ / SPS).

  • Struktur: Vollzeitschule mit Praxisphasen, teilweise duale Modelle (OptiPrax) mit Trägern.

  • Finanzierung: Schüler-BAföG oder Ausbildungsvergütung, aber meist begrenzte finanzielle Spielräume.

Für Erwachsene mit familiären und finanziellen Verpflichtungen ist dieses Modell oft schwer realisierbar. Mehrere Jahre in einer klassischen Schulausbildung zu verbringen, ist für viele Ü30/Ü40 schlicht nicht praktikabel.

Umschulung Erzieher: Die flexible Lösung für Quereinsteiger

Die Umschulung zur/zum Erzieher/in ist die Antwort auf genau diese Lebensrealität. Sie ist praxisorientiert, kompakt und förderfähig – und damit ideal für Menschen, die bereits im Berufsleben standen.

Beim Karriereknoten Nürnberg erfolgt die Vorbereitung auf die Prüfung in zwei Grundmodellen:

  • Vollzeit: ca. 24 Monate, Montag bis Freitag, 8–17 Uhr.

  • Teilzeit / berufsbegleitend: flexibel bis ca. 36 Monate, mit Abend- und Wochenendunterricht.

Beide Modelle beinhalten:

  • Praxisphasen in Nürnberger Kitas (Kooperation mit regionalen Trägern).

  • Gezielte Vorbereitung auf die staatliche Abschlussprüfung (Externenprüfung) an Fachakademien für Sozialpädagogik nach bayerischem Lehrplan.

  • Intensive Fachgespräch-Trainings und Prüfungssimulationen in Anlehnung an die Prüfungsordnungen der Regierung von Mittelfranken.

Die Zielgruppe sind bewusst Erwachsene:

  • Quereinsteiger/innen aus Büro, Handel, IT, Logistik oder anderen Branchen.

  • Berufsrückkehrer/innen nach Familienphase oder Pflegezeiten.

  • Menschen mit pädagogischer Vorbildung (z.B. Kinderpfleger/innen), die sich weiterqualifizieren wollen.

Gerade für Ü30/Ü40 ist die Umschulung ein strategischer Karriere-Schritt: Sie bringen Lebenserfahrung, Kommunikationsstärke und oft bereits Führungskompetenz mit – Fähigkeiten, die in Kitas dringend gebraucht werden.

Geförderte Umschulung: Finanzierung & Fördermöglichkeiten

Ein entscheidender Vorteil der Umschulung ist die Finanzierbarkeit. Während eine klassische Ausbildung häufig mit finanziellen Einbußen verbunden ist, kann eine Umschulung für Erwachsene nahezu vollständig gefördert werden.

Bildungsgutschein (Agentur für Arbeit / Jobcenter)

Der Bildungsgutschein ist das zentrale Instrument der Bundesagentur für Arbeit und der Jobcenter zur Förderung beruflicher Neuorientierung. Er wird nach dem SGB III bzw. SGB II vergeben und setzt voraus, dass die Maßnahme AZAV-zertifiziert ist.

  • Was wird gefördert? Lehrgangskosten, Prüfungsgebühren, ggf. Fahrtkosten, Kinderbetreuungskosten.

  • Für wen? Arbeitsuchende, von Arbeitslosigkeit Bedrohte, Menschen in beruflicher Neuorientierung.

  • Vorteil: Bei voller Förderung entstehen Ihnen keine Eigenkosten für die Maßnahme.

Der Karriereknoten unterstützt Sie aktiv bei der Vorbereitung auf das Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit oder dem Jobcenter.

Aufstiegs-BAföG (insbesondere für Ü30/Ü40)

Das Aufstiegs-BAföG (ehemals Meister-BAföG) ist ein weiteres zentrales Förderinstrument. Es unterstützt Aufstiegsfortbildungen und Umschulungen, die zu einem höherwertigen Abschluss führen.

  • Förderhöhe: Ein Großteil der Kosten kann abgedeckt werden (oft Kombination aus Zuschuss und Darlehen, mit erheblichem Erlassanteil bei erfolgreichem Abschluss).

  • Alter: Altersunabhängig und besonders relevant für Quereinsteiger, die sich beruflich weiterentwickeln wollen.

  • Vorteil: Kombination mit anderen Förderungen teilweise möglich; langfristig sehr kostengünstig.

Individuelle Fördermöglichkeiten prüfen lassen

So läuft der Quereinstieg als Erzieher/in ab

Der Quereinstieg ist kein Sprung ins Ungewisse, sondern ein klar strukturierter Prozess. Wenn Sie die Schritte kennen, verlieren viele Ihrer aktuellen Bedenken (Zeit, Geld, Prüfungsangst) ihren Schrecken.

Voraussetzungen & Zielgruppen

Die genauen Zugangsvoraussetzungen für die Externenprüfung variieren je nach Vorbildung. Typische zugelassene Profile sind u.a.:

  • Ausgebildete Kinderpfleger/innen mit mittlerem Schulabschluss.

  • Bewerber/innen mit mindestens 2-jähriger (sozial)pädagogischer oder (sozial)pflegerischer Berufsausbildung.

  • Personen mit einschlägiger Berufstätigkeit im sozialen oder pädagogischen Bereich (oft min. 4 Jahre).

  • Nicht-Muttersprachler/innen mit ausreichenden Deutschkenntnissen (i.d.R. B2-Zertifikat), um den Anforderungen der Fachliteratur gerecht zu werden.

In einem persönlichen Gespräch beim Karriereknoten wird geprüft, ob Ihre Ausgangslage zu den staatlichen Zulassungsvoraussetzungen passt – und wie sich eventuelle Lücken schließen lassen.

Ablauf der Umschulung bei Karriereknoten in Nürnberg

Modell Dauer Zeiten Zielgruppe Vollzeit-Umschulung ca. 24 Monate Mo–Fr, 8:00–17:00 Uhr Quereinsteiger/innen, die sich voll auf die Qualifizierung konzentrieren können Teilzeit / berufsbegleitend bis ca. 36 Monate Abende & Wochenenden (modellabhängig) Berufstätige, Eltern, Pflegende – ideal für Ü30/Ü40

Die Inhalte decken das gesamte Spektrum der modernen Erzieher/innen-Tätigkeit ab:

  • Pädagogik und Psychologie der frühen Kindheit.

  • Inklusion, Diversität und interkulturelle Pädagogik.

  • Rechtliche Grundlagen (BayKiBiG, SGB VIII).

  • Zusammenarbeit mit Eltern und multiprofessionellen Teams.

Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung auf die staatliche Externenprüfung. Die Fachakademien für Sozialpädagogik und die Schulbehörden (wie die Regierung von Mittelfranken) koordinieren die Prüfungsteile:

  • Schriftliche Prüfungen (Fachwissen, Fallanalysen).

  • Mündliche Prüfungen und Fachgespräche (Kolloquien).

  • Praktische Prüfungen (Planung, Durchführung und Reflexion pädagogischer Angebote).

Praxispartner-Netzwerk: Ihr direkter Weg in die Kita

Ein entscheidender Vorteil des Karriereknotens ist das regionale Praxispartner-Netzwerk in Nürnberg und Mittelfranken. Statt nach der Umschulung allein nach Stellen suchen zu müssen, profitieren Sie von Kooperationen mit städtischen, freien und kirchlichen Trägern. Das führt oft zu einer sehr hohen Übernahmequote nach Abschluss. Damit wird die Umschulung nicht nur zum Qualifizierungs-, sondern zum Karriere-Sprungbrett.

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Gehalt & Karrierechancen als Erzieher/in nach der Umschulung

Wer beruflich neu startet, braucht Klarheit über die finanziellen Perspektiven. Der Erzieher/innen-Beruf bietet hier eine seltene Kombination: tarifliche Sicherheit, planbare Steigerungen und Zusatzleistungen – insbesondere im öffentlichen Dienst und bei großen Trägern.

Einstiegsgehalt und Entwicklungsmöglichkeiten

Die meisten kommunalen und viele freie Träger in Bayern vergüten nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst – Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE). Für staatlich anerkannte Erzieher/innen sind insbesondere die Entgeltgruppen S8a und S9 relevant.

  • Einstiegsgehalt (TVöD S8a): ca. 3.200–3.800 € brutto/Monat.

  • Nach einigen Jahren Berufserfahrung: bis zu ca. 4.500 € brutto/Monat (je nach Stufe und Zulagen).

  • Bayern-Zulagen: In vielen Kommunen kommen Arbeitsmarktzulagen hinzu, um die Attraktivität in Ballungszentren zu steigern.

Der Karriereknoten versteht Umschulung als Karrierepfad, nicht als Endpunkt. Durch das breite Kursportfolio – von pädagogischen Abschlüssen bis zu kaufmännischen IHK-Weiterbildungen wie Kaufmann/-frau für Büromanagement (IHK), E-Commerce (IHK) oder Wirtschaftsfachwirt (IHK) – können Sie Ihre Laufbahn später gezielt erweitern, etwa für Leitungs- oder Trägerfunktionen in der Einrichtungsverwaltung.

Erfolgsstories: Vom Quereinsteiger zum Erzieher/in

Statistiken überzeugen den Kopf – Geschichten überzeugen das Herz. Viele Teilnehmer/innen am Karriereknoten kommen aus Berufen, in denen sie sich ausgebrannt, unterfordert oder schlicht fehl am Platz gefühlt haben. Der Schritt in die Kita ist für sie nicht nur ein Jobwechsel, sondern ein Neuanfang mit Sinn.

Typische Motive von Quereinsteiger/innen in Nürnberg:

  • Sinnsuche: Nach Jahren im Büro oder im Verkauf wächst der Wunsch, „etwas zu tun, das wirklich zählt“. Die Arbeit mit Kindern bietet unmittelbares Feedback.

  • Work-Life-Balance: Im Vergleich zu Schichtdiensten in anderen Branchen bieten viele Kitas planbare Arbeitszeiten und familienfreundliche Modelle.

  • Wertschätzung von Erfahrung: Erwachsene mit Lebenserfahrung werden in Teams geschätzt – sie bringen Ruhe, Reflexionsfähigkeit und Führungskompetenz mit.

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FAQ – Häufige Fragen zum Quereinstieg als Erzieher/in

Was ist der Unterschied zwischen direkter Ausbildung und geförderter Umschulung als Erzieher/in?

Die direkte Ausbildung dauert meist rund 3 Jahre, ist sehr schulisch geprägt und richtet sich an Schulabgänger/innen. Die geförderte Umschulung ist praxisorientierter, zeitlich oft kompakter (z.B. 24 Monate in Vollzeit), richtet sich gezielt an Erwachsene mit Berufs- oder Lebenserfahrung und kann über den Bildungsgutschein oder das Aufstiegs-BAföG gefördert werden. Beide enden mit der staatlichen Anerkennung als Erzieher/in.

Wie läuft der Quereinstieg als Erzieher/in ab?

Der typische Ablauf beim Karriereknoten Nürnberg: Zuerst klären Sie in einem Beratungsgespräch Ihre persönlichen Voraussetzungen und Förderungen. Dann starten Sie in die Umschulung (Voll- oder Teilzeit). Am Ende bereiten Sie sich intensiv auf die staatliche Externenprüfung an einer Fachakademie vor. Nach Bestehen der Prüfung arbeiten Sie als vollwertige, staatlich anerkannte Fachkraft.

Wie viel Gehalt verdiene ich als Quereinsteiger/in Erzieher/in?

Als staatlich anerkannte/r Erzieher/in starten Sie in Bayern nach dem TVöD SuE (S8a) meist mit ca. 3.200 bis 3.800 Euro brutto im Monat. Durch Berufserfahrung, tarifliche Stufenaufstiege und kommunale Zulagen kann das Gehalt in den ersten Jahren auf bis zu 4.500 Euro brutto oder mehr ansteigen.

Warum werden Erzieher/innen jetzt so dringend gesucht?

Der massive Fachkräftemangel resultiert aus dem stetigen Ausbau von Betreuungsplätzen (Rechtsanspruch), rentenbedingten Abgängen des Bestandspersonals und dem Anspruch an höhere pädagogische Qualität. Allein in Bayern liegt die Zahl der offenen Stellen deutlich über dem Bundesdurchschnitt, was Erzieher/innen eine exzellente Jobsicherheit garantiert.

Ihr nächster Schritt: Persönliche Beratung & Anmeldung

Der wichtigste Schritt ist oft der erste: sich ernsthaft mit der eigenen beruflichen Zukunft auseinanderzusetzen. Der Karriereknoten Nürnberg bietet Ihnen dafür ein individuelles Ökosystem aus Beratung, Vorbereitung und Netzwerk:

  • Jahrelange Erfahrung in Umschulung und Weiterbildung.

  • Praxisnahe Pädagogik und individuelle Betreuung.

  • Enge Zusammenarbeit mit Nürnberger Kitas und regionalen Trägern.

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch. Bringen Sie dazu – wenn möglich – bereits vorhandene Zeugnisse und Ausbildungsnachweise mit. So kann gemeinsam ein realistischer, passgenauer Fahrplan für Ihren Quereinstieg entwickelt werden.

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